| |
|
|
Nachdem ich in den letzten Tagen ziemlich oft mit der Winkelpicker unterwegs war und auch ein paar Weißfisch PB’s einsacken konnte , zog ich am Samstag Abend besonders erwartungsvoll ans Wasser.
Die Balzer IM6 wurde mit Stolz ins Gepäck einbezogen um die ein oder anderen langweiligen und bisslosen Stunden am Wasser angenehm zu machen.
Um 21:25 bezog ich meinen Platz und baute in Ruhe und mit aller Gelassenheit mein Zeug auf. So gegen 23:00 Uhr legte ich meine zwei Ruten aus und fütterte ne Handvoll Boilies nach.
Am Morgen zog mich mein Wecker aus dem Schlaf und zeigte mir die harte Realität.
Kein Biss...............kein Fisch ..................kein gutes Gefühl und ein sche... Regen der auf meinem Zeltdach einen hässlichen Lärm verursachte.
Da es die erste bisslose Nacht war konnte ich das noch leicht verkraften.
Im strömenden Regen wurden die Spots neu beworfen und mit ein paar Partikelbomben und Boilies versehen.
Am Nachmittag kam endlich die Sonne raus und ermöglichte mir ein paar Stunden mit dem Feinem Gerät zu fischen.
Ich konnte ein kleines Exemplar landen und auf der Cam festhalten.
Im laufe des Tages machte ich ein paar Rigs und Pva Strümpfe um die Zeit tot zu schlagen.
Als ich das Wasser vom Sessel aus beobachtete sprang plötzlich wie aus dem Nichts eine Eidechse aus dem Gebüsch.
Mein Blick verfolgte das Tier und bevor es im Gehölz verschwand erblickte ich das “Ding“ .................... das Perfekt geformte, schön gemusterte , ca. 20mm große “Ding“.
Ganz allein, verlassen und ohne Scharm lag es auf dem Boden und wartete auf ein höheres Lebewesen um dessen Zweck zu dienen.
Ich stand auf und beugte mich zum „Ding“ um dessen Schönheit zu begutachten. Als ich es dann aufhob und in meinen Händen hielt schoss mir ein Gedankensblitz durch den Kopf.
Ich fügte eins und eins zusammen und machte schnell ein passendes Rig für das “Ding“.
Gefüllt mit einem Dip, mit Pellets zugestopft und anschließend die Öffnung mit Nussmehl zugeschmiert war das Ding fertig für den weiten Flug zum Spot.
Um 23:00 Uhr wurde ich vom schreienden MMXR aus dem Schlaf gerissen. Mit einem heftigen Adrenalinschub und rasenden Herzklopfen riss ich die Schwule Decke vom Leib und lief aus dem Zelt um den schreien ein Ende zu machen. Bremse zu .......... Rutenspitze Richtung Horizont und HÄNGT
Im Drill wurde mir bewusst das am anderen Ende das “Ding“ im Maul hängt..
Als der Karpfen nah genug am Ufer war konnte ich ihn keschern und auf der Matte vom Haken entfernen. Nun stand mir ein kleines Problem im Weg. Die Kamera mit dem Selbstauslöser und der Prächtig zappelnde Fisch auf der Matte.
Nach zwei Versuchen hatte ich endlich mein Foto und schickte den schönen Spiegler zu seinen Artgenossen.
In der selben Nacht konnte ich noch zwei kleinere Fische landen und wieder realeasen .
Am Nachmittag schreite mein MMXR mit allen Kräften und löste wieder inneren Unruhe in mir aus.
Der nächste Drill und wieder einer von denen wo das “Ding“ drauf war. Muahahaha!!!!
Ein Dank an die Eidechse!!!
Ein schöner makelloser Schuppinger wurde gekeschert und auf der Cam verewigt.
Den ganzen Nachmittag hab ich mit der Winklpicker nebenbei auf kleinere Exemplare gefischt.
Nach der Zeit habe ich auch einen Spot gefunden und konnte auch ein paar Exemplare der Art "Monsterschleim" fangen.
Noch nie zuvor hatte ich eine Schleie gefangen.Ich hab mich zum Abwinken gefreut .
Ich dachte immer das die Brachse der schleimigste Fisch sei den es in unseren Gewässern gibt. Doch da hab ich mich maßlos getäuscht. Die Schleie hat so einen aggressiven Schleim das man ihn alleine mit Wasser fast nicht von den Händen runter bekommt. Mit dem Handtuch hab ich einen Schleimfetzen nach dem anderen runtergeschrubbt. Und ehrlich gesagt war es mir egal wie dreckig und verschleimt ich aussah. Ich war am Wasser und hatte meinen Rekord und PB im Sack. Durch die geprägte Hose vom Matschboden und der Geruch von Fisch und den stinkenden Flavour der sich in mein Outfit reinfraß zog ich einnen aber hilfreichen Vorteil. Die Jogger, Radfahrer und Spaziergänger blieben nicht lange bei einem Gespräch. Nach ein paar Fragen verzogen sich alle und ich hatte meine Ruhe.
Kurz vor dem Sonnenuntergang kreischte wieder der MMXR wie wenn er um sein Leben kämpfen würde.
Diesmal war es nicht die “Dingmontage“.
Nach einem schönen Kraftvollen Drill landete ich den Nächsten Karpfen.
Beim herausheben sah ich erst die komplette Pracht des Spiegelkarpfens.
Auf die Matte.......... Haken raus..............vom Kescher befreit und ab zum Fotoshooting.
Die Waage lies mich kurz erstarren. Da war er. Der neue SpiegelkarpfenPB . Herrlich
Am nächsten Tag wurde das Tackle gesäubert und für die Heimreise zusammengebaut.
Mit Stolzem PB im Sack und einer neuen Fischart wurde die Session beendet.
Stinkend wie ein Steirischer Saubauer und Outfit mäßig wie eine Drecksau wurde die Heimreise angetreten.
TL ThunderCarp
|
|
|